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Semana Santa - Osterwoche 2014

Semana Santa ist der spanische Begriff für die Heilige Woche (Palmsonntag bis Ostersonntag). Sie wird in den katholisch geprägten Ländern des spanischsprachigen Raums vielerorts ausgiebig gefeiert.

Die Prozessionen finden die gesamte Heilige Woche über statt, die Hauptprozession ist jedoch in der Regel am Karfreitag. Sie werden von Hermandades bzw. Cofradías genannten Vereinigungen organisiert und durchgeführt. Die Bruderschaften sind in der Regel einer Kirchengemeinde angeschlossen.

Zu jeder Prozession gehören mehrere hundert Personen. Die Prozessionen setzen sich meist aus den Pasos mit ihren Trägern und Begleitern, den Nazarenos und Penitentes (dt.: Büßer), und Musikkapellen bzw. Trommlergruppen zusammen. Die Büßer gehen oft barfuß, tragen lange Kutten und sind mit der typischen Spitzhaube maskiert, was der Anonymität des Bußakts dient.

Die Prozession beginnt in der Kirche der Heimatgemeinde der jeweiligen Bruderschaft. Ziel ist die Strecke, die für die Erfüllung des Bußaktes vorgeschrieben ist. Diese Strecke ist genau festgelegt und für alle Bruderschaften einer Stadt gleich. Die Bevölkerung betrachtet oder begleitet die Prozessionen mit besonderem Augenmerk auf die Pasos und in relativer Stille. Die Feierlichkeiten weisen oft bestimmte lokale Besonderheiten auf. Die Prozessionen in Gandia sind dafür bekannt, Bonbons zu verschenken.

Unter den Hermanos, die an der Prozession der Bruderschaft zur Feier der Semana Santa teilnehmen, unterscheidet man nach ihrer Funktion drei Gruppen:

Nazarenos: die bekannten Büßer mit der typischen Spitzhaube. Je nach Dauer ihrer Zugehörigkeit zur Bruderschaft gehen sie mit mehr oder weniger Abstand zu einem der Pasos und tragen Kerzen oder andere Insignien.

Penitentes: Büßer, die ein Holzkreuz auf der Schulter tragen. Wie die Nazarenos sind auch sie mit der Túnica bekleidet, jedoch hängt die Haube nach hinten.

Costaleros: Die Träger der Pasos. Etwa 35 bis 50 von ihnen tragen jeden Paso und wechseln sich dabei regelmäßig ab. Sie schützen ihre Kopfhaut mit einer Baumwollmütze, dem costal.

Wichtiger Bestandteil der Prozessionen sind die Pasos. Dabei handelt es sich um tischförmige Konstruktionen, die eine Marienstatue oder eine Szene des Kreuzwegs mit Jesusstatue zeigen. Sie werden von Trägern (Costaleros), Mitgliedern der Hermandades, auf Schultern getragen. Die Träger befinden sich dabei unter den Konstruktionen. Wegen der Seitenbehänge aus Stoff können die Träger die Umgebung also nicht sehen. Kommandos für die Richtung und das Tempo werden von einem Begleiter gerufen. Kommandos für das gleichzeitige Absetzen und Anheben der Konstruktionen werden durch Klopfzeichen gegeben. Das Hauptelement einer jeden Prozession ist die Virgen (Jungfrau Maria), deren Figur mit kostbaren Gewändern, Kerzen und dem typischen Baldachin geschmückt ist.

In Gandia werden die Prozessionen von Musikkapellen mit Schlaginstrumenten und Hörnern begleitet. Die Musik ist meistens eine langsame getragene Marschmusik.

Quelle: http://de.wikipedia.org

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